“Social Plugins”, eine Bereicherung für Netzschaffende?

Netzcommunitys wie Facebook, studiVZ, Twitter und Co haben eine Sache gemeinsam: Die inhaltliche Fülle ihrer Datenbanken lässt die alexandrinische Bibliothek wie die Buchsammlung eines Zehnjährigen wirken. Tagtäglich liefern Nutzer freiwillig Milliarden an Datensätzen. In Form von Statusupdates, Kurznachrichten, Profilinformationen oder Kontaktanfragen lassen sich Plattformbetreiber bis ins kleinste Detail über das Privat- und Netzleben ihrer Nutzer informieren.

Auf politischer und gesellschaftlicher Ebene formiert sich langsam Widerstand gegen die Megadatenbanken des Internets. Doch wer hat eigentlich die Macht über Gut oder Böse zu urteilen? Die Benutzer. Die Umsetzung jedoch liegt bei uns Netzschaffenden, egal ob es darum geht die Maschinerie anzufeuern oder Widerstand gegen sie zu leisten. Die Frage die sich deshalb jeder Netzschaffende stellen sollte ist ob er in der Lage ist auf eine direkte Verbindung mit Facebook & Co zu verzichten oder eben nicht. Leider gibt es auf diese Frage keine pauschale Antwort, sondern nur ein paar Vor- und Nachteile die jeder für sich selber abwägen sollte.

Populäre deutsche Internetangebote wie SPIEGEL-ONLINE sind, zur Freude der Facebook-Nutzer, bereits auf den sozialen Zug aufgesprungen. Vielleicht weil ihnen keine Alternative blieb, vielleicht aber auch weil sie Facebook als Teil ihrer Überlebensstrategie oder als Marketingplattform entdeckt haben. Am Beispiel von SPON, die Facebook-Streams für Kommentare und Meinungen ihrer Leser zu ausgewählten Themen anbieten, wird sofort ein besonders markantes Risiko der sozialen Integration deutlich: Die Leserschaft teilt sich automatisch in zwei Parteien. Zum einen die verbitterten Facebook-Verweigerer, populär durch Verbraucherschutzministerin Frau Ilse Aigner, und zum Anderen die Facebook-Nutzer. Eine kritische Masse dazwischen gibt es nur begrenzt. Es entstehen synchrone Konversationen zu ein und demselben Thema. Eine Bündelung der Kommentare und Meinungen findet nicht statt, obwohl dies dringend nötig wäre, rechtlich aber mindestens bis zur nächsten großen AGB-Änderung von Facebook nicht möglich ist. Weiterlesen

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HTML5 & CSS3, die Zukunft beginnt heute?

Pünktlich zu Apples Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco präsentieren die Kalifornier mit einem HTML5 und CSS3 Showcase die Zukunft von Webkit und damit Apples Schützlingen iPad, iPhone und Safari. Jobs ist sich sehr sicher: der Kampf gegen Adobes Flash Player wird schon bald gewonnen sein.

Die Realität lehrte Webentwickler jedoch schon des Öfteren neue Technologien mit Vorsicht zu genießen. Bis das Anti-Flash-Kit, bestehend aus HTML5, CSS3 und Javascript von allen Anwendern unterstützt wird, ziehen noch ein paar Jahre ins Netz. Die Aufgabe von Netzschaffenden und damit unsere Aufgabe  ist es, das Baby möglichst schnell großzuziehen um es dann wohlerzogen in die Freiheit entlassen zu können.

Webentwickler mit der Amibtion ihre Entwicklung allen Menschen zugänglich zu machen, sich aber in Kreativität und Modernität nicht einschränken zu lassen stehen vor Problemen. Die Entwicklung von HTML5 und CSS3 ist ein großer Fortschritt. Die richtige Implementierung in ein heutiges Webprojekt jedoch ein unterschätzter finanzieller Faktor. Wer professionelle Arbeit abliefern will hat entweder die Möglichkeit seinen Kunden vom deutlich höheren Mehrpreis zu überzeugen oder auf HTML5 zu verzichten. Weiterlesen

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